Hier ein Testbericht von Jonas Holweg (9 Jahre alt im Juli 2008):

Ich hatte das Glück, als erstes Kind den Seggerix segeln zu dürfen. Am Freitag, den 6.6.2008 brachte Jüs Segger seinen Seggerix zum Oortkatener See. Wir takelten das Boot auf und los ging es:


Bei etwa 3 Windstärken bin ich erst einmal mit halben Wind über den See gesegelt. Die Jolle machte einen sicheren Eindruck. Manöver, wie Wenden und Halsen gingen ohne Probleme über die Bühne. Der Seggerix ist nicht nur eine gut aussehende Jolle, sondern sie segelt sich auch sehr gut. Alles lässt sich gut bedienen. Dann habe ich den Seggerix einmal probegekentert. Das war lustig, aber nach dem Aufrichten bekam ich zunächst einen kleinen Schreck, denn das Boot segelte ohne mich davon. Der Schreck hielt zum Glück nicht lange an, denn kurz bevor ich hinterher schwimmen wollte, entschloss sich der Seggerix eine selbstständige Wende zu machen und er kam ganz brav zu mir zurück. So konnte ich problemlos wieder einsteigen und weitersegeln.

Das Einzige was ich noch verändern würde an dem Seggerix, lässt sich bestimmt einfach lösen: Die Ausreitgurte sollten etwas länger sein, damit, auch wenn man weiter vorne sitzen muss, die Füße noch unter die Gurte passen. Ich denke, dass das Segel von dem Boot von Jüs etwas zu klein ist, aber es ist bestimmt für kleinere Kinder genau richtig.

Deswegen war ich so gespannt, einen unserer Seggerixe zu segeln. Wir hatten die Segel bei Thorsten Dmoch in Kiel etwas größer und anders zugeschnitten. Die Segel werden hier über den Mast gezogen.

Unseren Seggerix „kRHEbs“ bin ich jetzt schon fünf oder sechs mal gesegelt. Es macht so viel Spaß dieses Boot zu segeln, das wir alle zusammen selber gebaut haben. Der Seggerix ist schneller als ein Opti, das haben wir jetzt schon oft ausprobiert. Bei mehr Wind bringt es ziemlich viel Laune den Seggerix zu segeln. Besonders toll ist es, wenn er ins Gleiten kommt und man das Gefühl hat, mit dem Boot über das Wasser zu schweben. Allerdings muss man beim Vorwindkurs sehr aufpassen, dass man nicht zu viel Luvkrängung bekommt, weil das Boot sonst leicht kentern kann. Das ist mir nämlich passiert. Aber das Aufrichten ist genauso leicht wie beim Opti. Der Vorteil vom Seggerix ist, dass nach dem Kentern und dem Aufrichten kein bisschen Wasser im Boot ist. Man kann sofort wieder weitersegeln ohne lästiges Ausschöpfen.

Auf dem Vorwindkurs das Schwert hoch zu nehmen, ist ziemlich schwierig. Man muss es sehr schräg nach vorne und oben ziehen. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass ich mich erst an die andere Handhabung gewöhnen muss. Was vielleicht noch fehlt, ist ein Verklicker oder ein Windfähnchen. Den Ausleger von der Pinne finde ich ein Bisschen unpraktisch, weil der immer sehr stark hin und her wackelt. Ich glaube, die Verbindung zwischen Pinne und Pinnenausleger müsste etwas verkürzt werden, damit das Ruder ruhiger wird.

Neulich auf der Alster verdrehten wieder einmal alle Segler ihre Köpfe nach dem Seggerix und zwei waren vor lauter Staunen so unaufmerksam, dass sie zusammengestoßen sind.
Aber das war deren Problem!

Der Seggerix ist ein cooles, schnelles und super tolles Boot!

Jonas Holweg